Sozialwirtschaft im Wandel: die Rahmenbedingungen haben sich grundlegend verändert: steigende Anforderungen, zunehmende Komplexität, Fachkräftemangel und erhöhte Projektintensität prägen heute auch die Branche der Sozialwirtschaft. Klassische Arbeitsweisen stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen. Organisationen stehen vor der Aufgabe, sich neu aufzustellen – insbesondere im Projektmanagement.
Das Sozialkontor, ein großer Anbieter von Assistenzleistungen für Menschen mit Behinderung in Hamburg, hat diesen Wandel aktiv gestaltet und seine Projektarbeit grundlegend neu strukturiert. Der Ausgangspunkt: zu viele parallellaufende Vorhaben, fehlende Transparenz und Projekte, die ohne klare Priorisierung versandeten.
Im Interview erläutern Geschäftsführer Kay Nernheim, Strategie- und Organisationsentwickler Michael Wild sowie ich als externe Beraterin (Gaby Klaas), warum professionelles Projektmanagement heute ein zentraler Erfolgsfaktor ist – auch und gerade im sozialen Bereich. Denn Weiterentwicklung findet zunehmend in Projekten statt, während das Tagesgeschäft weiterhin Ressourcen bindet.
Im Fokus stehen die zentralen Hebel der Neuausrichtung: klare strategische Priorisierung, verbindliche Strukturen, mehr Transparenz über Ressourcen sowie der Einsatz der Projektmanagement-Software „awork“ und Künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, Projekte nicht nur zu starten, sondern wirksam umzusetzen und abzuschließen.
Das Praxisbeispiel zeigt: Der Veränderungsdruck betrifft längst die gesamte Branche. Wer soziale Angebote zukunftsfähig gestalten will, muss Projektarbeit systematisch steuern – und den Wandel aktiv gestalten, statt nur auf ihn zu reagieren.

